Wandervorschlag - Garsebacher Rundweg
| Markierung: Gelber Punkt – Rundweg 12 km | |
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Ausgangspunkt: Garsebach (ehemaliger) Bahnhof Schmalspurbahn Meißen – Wilsdruff/Meißen – Lommatzsch bzw. Bushaltestelle Buswendeplatz oder auch Garsebach Bushaltestelle Mittelmühle oder auch Hotel und Gaststätte Helm-Mühle Polenz Streckenverlauf: Jägersteig – rechts ab Hufweg/Robschütz – links ab Kuhberg – links ab Jockischberg – durch Kettewitz – Kleines Triebischtal/Niedermühle – links ab Wanderweg Helm-Mühle Polenz – Fortsetzung Wanderweg (Abkürzung geradeaus bis Ausgangspunkt) – rechts ab Aufstieg nach Polenz – rechts ab Hauptstraße – Abstecher in den Ort – links bzw. rechts ab Polenzer Linden – Fliehender Weg übers Feld – links ab Richtung Semmelsberg – rechts bergab ins Triebischtal – Am Pranzer – Mittelmühle Garsebach – rechts ab Staatsstraße S 83 Richtung Meißen – links ab Nauweg – rechts ab Aufstiegsmöglichkeit Pechsteinklippen bzw. weiter – links ab Lehmberg – rechts ab Staatsstraße S 83 Richtung Nossen – links ab Ausgangspunkt Garsebach Verkehrsverbindungen: Buslinie 413 Meißen – Miltitz – Tanneberg Buslinie 414 Meißen – Taubenheim – Schmiedewalde/Tanneberg Buslinie 418 Meißen – Miltitz – Nossen – Rüsseina Gasthäuser: Helm-Mühle Polenz, Hotel und Restaurant täglich ab 12.00 Uhr geöffnet, Tel. 03521/458641 Gasthof Garsebach, täglich ab 17.00 Uhr geöffnet, Do. Ruhetag, Tel. 03521/453739 Barthmühle Garsebach, Familienfeiern/Übernachtungen, Tel. 03521/400600
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Sehenswürdigkeiten: Mühlenfreunde kommen auch auf dem Garsebacher Rundweg auf ihre Kosten. Einerseits künden die Mühlen davon, dass einst die Wasserkraft der Großen und Kleinen Triebisch ausgiebig zum Mahlen von Getreide, zum Sägen von Holz und andere Arbeiten genutzt wurde. Andererseits kann der Wanderer aber auch erleben, wie die Fichtenmühle noch heute Getreide verarbeitet, die Mittelmühle als Technisches Denkmal funktioniert. Beide Mühlen und auch die Barthmühle erzeugen mit Hilfe der Wasserkraft Elektroenergie, Fichtenmühle und Barthmühle sogar mit dem Effekt der Einspeisung ins Netz. Die Fichtenmühle am Ortsausgang von Garsebach in Richtung Meißen bietet werktags im Mühlenladen eigene Produkte zum Kaufen an (Tel. 03521/453373). Mit dem Besitzer der Mittelmühle können Besichtigungen telefonisch vereinbart werden (Tel. 03521/453034). Natürlich besteht die Möglichkeit, den Mühlentag zu Pfingstmontag oder den Tag des offenen Denkmals für Besichtigungen zu nutzen. Dieses Wandergebiet bietet aber auch unvergleichlich schöne Blicke auf das Triebischtal mit den Orten Garsebach und Robschütz, auf Meißen mit seinem Wahrzeichen auf dem Burgberg Albrechtsburg und Dom und auf benachbarte Orte der Gemeinde Triebischtal. Es hält aber auch geologisch interessante Eindrücke und Informationen bereit. Zahlreiche Felsen und geologische Aufschlüsse tragen zum Liebreiz der Landschaft bei. Kein Wunder, dass die Bewohner von ihrer „Garsebacher Schweiz“ sprechen. Dieser Augen- und Seelenschmaus muss natürlich erwandert werden, 264 m ü. NN sind zu „erklimmen.“ |
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Wanderwegbeschreibung: Wir starten auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofes der Schmalspurbahn Meißen – Wilsdruff bzw. Meißen – Lommatzsch in Garsebach in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle mit dem markanten Gedenkstein für die im 1. Weltkrieg Gefallenen aus Garsebach, Robschütz und Semmelsberg. Unser Ausgangspunkt befindet sich neben der Brücke über die Triebisch, welche als eine der wenigen im Tal das Augusthochwasser von 2002 über-stand. An ihr mündet die Kleine Triebisch in die Große Triebisch. Das Quellgebiet der Kleinen Triebisch befindet sich in der „Struth“ bei Limbach, 15 km von der Einmündung entfernt. Sie verfügt über ein Einzugsgebiet von ca. 35 qkm. Der Name „Triebisch“ ist slawischen Ursprungs und bedeutet „Bach, der durch Rodungsland fließt“. Entlang der Kleinen Triebisch „stromaufwärts“ wandern wir auf dem ehemaligen Bahndamm der Schmalspurbahn. Er wurde als Wanderweg hergerichtet und trägt den Namen „Jägersteig“. Unser „Gelber Punkt“-Wanderweg verläuft zeitweilig auch parallel mit dem „Blauen Strich“. Nach etwa 500 m biegen wir rechts auf den „Hufweg“ ab und erreichen am kleinen aber ansehenswerten Friedhof vorbei Robschütz. Nach wenigen Metern sehen wir die ersten längst begrünten Pfeiler des Robschützer Viadukts der ehemaligen Schmalspurbahn Meißen – Lommatzsch. Mit 206,95 m Länge (einer Spannweite von bis zu 30 m und einer Lichten Höhe von bis zu 11,60 m) war dieses Viadukt für Schmalspurbahnen das längste in Deutschland. Bis 1966 rollten Züge darüber. 1947 und 1962 gab es an dieser Stelle (zwischen dem Widerlager und dem ersten Pfeiler) bei winterlichen Schienenverhältnissen Zugunglücke. |
Friedhof Robschütz |
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Wir stoßen auf den Robschützer „Kuhberg“. An seinem Anfang sehen wir rechts eine 2005 neue gebaute Brücke, weil die alte durch das Augusthochwasser 2002 zerstört worden war. Nun geht es den „Kuhberg“ hinauf. Bevor wir ihn verlassen wenden wir den Blick auf die Gegenseite des Triebischtales und sehen den im Volksmund genannten „Schuldenberg“ von Robschütz – ein im Jahr 1979 begonnenes und begehrtes ländliches Baugebiet für Einfamilienhäuser. Noch ein Stück hinauf: Wir haben den „Jockischberg“ erreicht, immerhin befinden wir uns 206,7 m ü. NN. Auch jetzt können wir den Ausblick auf das linke Triebischtal genießen. |
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Wir halten uns links und setzen den Weg auf der Straße zum Jockischberg in Richtung Kettewitz fort. Links erkennen wir den Polenzer Turm, welchen wir heute noch aus der Nähe betrachten wollen. Im Tal ist die Preiskermühle zu sehen. Einst eines der beliebtesten Ausflugsziele im Kleinen Triebischtal. Selbst der Maler Ludwig Richter empfand sie als einen seiner Lieblingsplätze. Auf halbem Weg nach Kettewitz treffen wir auf den Wanderweg „Roter Punkt“. Er kommt von links und vereint sich bis Kettewitz mit unserem „Gelben Punkt“. An dieser Stelle kann der Garsebacher Weg nach links verlassen werden. Richtung Preiskermühle findet man wieder auf den „Jägersteig“ und damit zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück. Wir gelangen auf leicht ansteigendem Weg nach Kettewitz, ebenfalls Ortsteil der Gemeinde Triebischtal. Eine Wanderzeit von etwa 1 Stunde liegt nun hinter uns. Vorbei am Buswendeplatz gelangen wir auf die Straße „Zur Kleinen Triebisch“. Bevor wir Kettewitz verlassen und hinab ins Tal der Kleinen Triebisch wandern, wollen wir noch einmal einen herrlichen Rundumblick genießen; links der Straße erkennen wir den Kirchturm von Krögis in der Gemeinde Käbschütztal, den Polenzer Turm und den Ort Polenz in der Gemeinde Klipphausen, rechts der Straße Ullendorf, Taubenheim, Seeligstadt und Weitzschen – allesamt Ortsteile der Gemeinde Triebischtal. |
![]() Historisches Foto Preiskermühle Semmelsberg |
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Im Tal angelangt
treffen wir wieder auf den „Blauen Strich“ – die Markierung eines
Wanderweges nach Freiberg bzw. Meißen. Wir halten uns links und
haben wieder den Bahndamm der Schmalspurbahn Meißen – Wilsdruff
unter den Wanderschuhen und erblicken rechts das Gebäude des
ehemaligen Bahnhofs Polenz. Es befindet sich einem guten baulichen
Zustand. Das Gebäude wird von Heimat- und Eisenbahnfreunden sowie
von Denkmalschützern, aber auch von Jägern erhalten, gepflegt und
genutzt. Nun fällt des Wanderers Blick auf die Helm-Mühle. Zurecht gehört das Familienunternehmen zur Flair-Hotelkette. Sie ist die einzigste täglich gastronomisch bewirtschaftete ehemalige Mühle im ganzen Landschaftsschutzgebiet Triebischtal und noch dazu idyllisch gelegen. Auch hier kann der Garsebacher Weg begonnen oder aber auch beendet werden. Über Polenz kann die Helm-Mühle mit dem Pkw angesteuert werden. Auf dem Gelände hilft eine Orientierungstafel des Landschaftsschutzgebietes Kleines Triebischtal die richtige Entscheidung zu treffen. Wir setzen unsere Wanderung auf dem Weg mit dem „Gelben Punkt“ fort. Sie führt durch das schöne kleine Triebischtal bis zu einer Weggabelung. Wer geradeaus wandert, verkürzt den Weg und gelangt an der Preiskermühle vorbei wieder zum Ausgangspunkt in Garsebach. Wir biegen ab und nehmen den Anstieg über eine Wiese in ein kleines Laubwäldchen nach Polenz. Die ersten Häuser von Polenz in Sicht gelangen wir auf einen Wiesenweg, links und rechts von alten Süßkirschenbäumen gesäumt. Drehen wir uns um, so erblicken wir die Windkrafträder auf der Baeyerhöhe (320,5 m ü. NN) in der Gemeinde Triebischtal, links davon den Wilsdruffer Sendemasten vom MDR. |
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Wir nähern uns nun
dem Höhe(n)punkt unserer Wanderung. Im Ort angekommen halten wir uns
zunächst rechts und setzen auf der Hauptstraße die Wanderung fort.
Bevor wir am Trafohäuschen links abbiegen, lohnt sich ein Abstecher
in den Ort. Im 825 Jahre alten Polenz kann der Wanderer einige gut
erhaltene Gehöfte und eine kleine Kapelle von 1737 bewundern.
Vom Abstecher
zurückgekehrt, biegen wir nun am Trafohäuschen rechts ab und
gelangen auf die Straße „Zu den Linden“. Nach etwa 500 m erreichen
wir den Polenzer Funkturm und die (zwei) Polenzer Linden. Wir
befinden uns 264,3 m ü. NN. Vor uns liegt Meißen mit seinen
Wahrzeichen auf dem Burgberg. Weiter links der zu Meißen gehörende
Dobritzer Steinbruch und der Aussichtspunkt der Pechsteinklippen.
Vor uns liegt das Triebischtal von Garsebach; allmählich nähern wir uns dem Start der Wanderung. Auf der Straße „Am Pranzer“ erreichen wir Garsebach. Auf der rechten Seite, bevor wir eine Brücke der Deutschen Bahn RB 110 Meißen – Leipzig unterqueren, sehen wir die ehemalige Walkmühle, sie trägt den Schriftzug „Muck-Mühle“. Vor uns die 2005 neu gebaute Triebischbrücke „Am Pranzer“. Ihre Vorgängerin war 2002 im August durch Hochwasser sehr stark beschädigt worden. |
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Unmittelbar neben der
Brücke befindet sich die Garsebacher Mittelmühle. Hier soll sich der
romantische Dichter Otto Ludwig im 19. Jahrhundert gern aufgehalten
haben. Wir verlassen nun das rechte Triebischufer, halten uns rechts und setzen unsere Wanderung auf der leicht ansteigenden Staatsstraße S 83 in Richtung Meißen fort. Nach etwa 200 m können wir die Fichtenmühle sehen. Auch hier lohnt sich ein Abstecher. Wir biegen links auf den „Nauweg“. Eine Orientierungstafel macht uns darauf aufmerksam, dass wir nun das Gebiet der Pechsteinklippen – den Kern der sog. Garsebacher Schweiz erreichen. Es erstreckt sich über 1,5 km2 und ist als Naturschutzdenkmal ausgewiesen. Von der rechten Straßenseite aus führt ein Aufstieg zum Gipfel der Klippen. Der Wanderer, der „Auf eigene Gefahr“ den Aufstieg wagt, wird mit einem herrlichen Ausblick auf das soeben erwanderte rechte Triebischtal, aber auch auf die links befindlichen Gebiete belohnt. Pechstein ist ein glasiges Gestein mit vulkanischem Ursprung, das hier grünlich, an anderen Stellen andersfarbig ansteht. Das Gestein ist verwandt mit dem im nördlich gelegenen Steinbruch vorkommenden Quarzporphyr und wurde früher für die Flaschenglasherstellung abgebaut. Leider wurde das Felsgebilde der Pechsteinklippen 2002 im Ergebnis von Sanierungsarbeiten verschandelt. Links geht die „Lehmgasse“ ab. Auf ihr erreichen wir wieder die Staatsstraße S 83. Unser Blick fällt auf die Barthmühle. Auch sie kann zum Mühlentag besichtigt werden. Räumlichkeiten für Familienfeiern sind ausreichend vorhanden. Auch Übernachtungen sind möglich. Bald haben wir es geschafft. Bevor wir nochmals eine Brücke der DB unterqueren, werfen wir noch einen Blick auf den Gasthof Garsebach, der aber leider nicht ganztägig geöffnet hat. Nach 100 m sind wir zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Wir, die Verfasser dieses Beitrages, haben 4 Stunden für die etwa 12 km gebraucht. Martin Kühn, Miltitz Peter Haußig, Weitzschen |
![]() Mittelmühle Garsebach |