Wandervorschlag – Burkhardswalder Rundweg
|
Wir möchten Sie auf einen weiteren Wanderweg, den Burkhardswalder Rundwanderweg aufmerksam machen, gekennzeichnet mit einem gelben Punkt. Als Ausgangspunkte bieten sich der Markt in Burkhardswalde oder der Parkplatz am Jahnbad in Miltitz an. Die Beschreibung der Wanderung beginnt am Jahnbad. Sie folgen der Markierung vorbei am Verwaltungsgebäude der Gemeinde Triebischtal, der ehemaligen Schule von Miltitz. In Niedermunzig am Eingang zum Diebsgrund informiert eine Schautafel über den Munziger Park und den Silberbergbau in Munzig und Weitzschen. Nach 30 m steigt der Wanderweg über den Lämmerberg nach Obermunzig an. Am Berg schauen Sie ins Triebischtal nach Rothschönberg und darüber hinaus bis Siebenlehn mit Wasserturm. In Obermunzig befand sich bis 1945 ein Rittergut, in der DDR war es ein Kinderheim heute ist es eine Rehaeinrichtung. Das Herrenhaus und die Nebengebäude wurden in den letzten Jahren umfangreich erneuert. Weiter führt der Weg über eine Asphaltstraße nach Burkhardswalde, auf halber Strecke befindet sich ein efeubehangener, aus Natursteinen gemauerter Kalkofen mit Huthaus. Hier wurde im Tagebau von 1841 bis 1858 Kalk durch das Rittergut Munzig abgebaut. Unten im Burkhardswalder Tal angekommen benutzen wir links an den „Drei Eichen“ den Kirchweg nach Burkhardswalde. Am Ortsanfang erblicken Sie ein imposantes Naturdenkmal, eine wohl mehrere hundert Jahre alte Stieleiche mit 5 m Stammumfang. Daneben steht ein alter Kalkofen, Rest des Kalkabbaus von 1834 bis 1892, der untertage im nördöstlich liegenden Hang bis oberhalb der Kirchebetrieben wurde. Wir erreichen die Kirche, ein mächtiges und weithin sichtbares gotisches Bauwerk aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Unterhalb befinden sich die Schulgebäude der Grundschule Burkhardswalde. Den Kirchweg wieder abwärts, an der Pfarre vorbei kommen wir auf den ehemaligen Markt. Hier wurden früher jährlich drei Märkte in Verbindung mit der Wallfahrtskirche abgehalten. Besucher fanden im Gasthof Bewirtung und Quartier. Nach 1994 ist der denkmalgeschützte Historische Gasthof leider verkommen. Unsere Wanderung folgt der Dorfstraße Richtung Baeyerhöhe und Lampersdorf. Am Dorfende befindet sich zur Linken das „Steingut“, womöglich ein ehemaliges Kloster oder besonderer Bauernhof mit wehrhaften Außenwänden und kleinem Innenhof. Das Alter entspricht in etwa dem der Kirche. Burkhardswalde ist ein deutsches Reihendorf erstmal 1334 urkundlich erwähnt, aber mit Sicherheit schon früher besiedelt. Größere und kleinere Bauernhöfe erstreckten sich links und rechts der Dorfstraße mit Feldern, die die Hügel hinauf führten, viele kleine Handwerksbetriebe gab es auch im Dorf.
|
|
![]() |
Der kommende markante Punkt der Wanderroute ist der Windpark an der Baeyerhöhe, jährlich werden hier etwa 17 Mill. kWh Elektroenergie erzeugt. Geradeaus am Windrad vorbei nach 250m erreicht der Wanderweg die „Alte Kohlenstraße“, auf der wir links nach Seeligstadt weiterwandern. An dieser Kreuzung treffen mehrere Wanderwege zusammen, so könnte die Wanderung z.B. weiter ins Kleine Triebischtal führen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, einen Umweg über die Baeyerhöhe (321m ü. HN) mit Rundumsicht Richtung Freiberg, Erzgebirge mit Geising- und Kahleberg, Hoher Schneeberg im Elbsandsteingebirge, Lausitz, rechtselbische Hänge, Lommatzsch, Riesa und Collmberg, zu nehmen. |
|
Die Baeyerhöhe hieß früher Lampersdorfer Höhe und wurde nach dem preußischen General und Geodäten Johann Jacob Baeyer umbenannt. Er schuf wesentliche Grundlagen zur Landvermessung in Sachsen und im europäischen Rahmen. Auf der Höhe steht eine restaurierte Granitsäule von 1866 mit der Inschrift „Königl. Sächs. Station Baeyerhöhe der mitteleuropäischen Gradmessung 1866“. In Seeligstadt ca. 400m vom Wanderweg entfernt lädt die Gaststätte/Pension „Meißner Blick“ zu einer verdienten Pause ein. Seeligstadt ist wie Burkhardswalde eine deutsche Bauernsiedlung, urkundlich auch erstmals 1334 erwähnt. Heute ist der Ort ein ansehenswertes Dorf mit Vorgärten voll Blumen, ins Ortsbild eingefügten neuen Häusern und vielen erhaltenen, restaurierten Bauernhöfen. Die Wanderung geht weiter über die Straße Richtung Weitzschen. Nach dem Ortsschild Weitzschen biegen wir links ab in des kleine Tal des Aspebaches, welches unmittelbar am Eingang des Jahnbades endet. An warmen Tagen können Sie nach der 12 km langen Wanderung im solarbeheizten Wasser ein erfrischendes Bad nehmen. Die Strecke kann auch gut mit dem Fahrrad gefahren werden. Gerd Mehler Eckhart Richter |
![]() Baeyerhöhe |